Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Vítor Constâncio, hat die Nullzinspolitik der EZB verteidigt und den Deutschen vorgeworfen, sich zu wenig zu verschulden, um Immobilien zu erwerben. Dazu teilt die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alice Weidel, mit:

„Die Äußerungen des EZB-Vize Vítor Constâncio zur deutschen Finanzkultur sind abenteuerlich. Er verteidigt nicht nur die unverantwortliche Nullzinspolitik der EZB, durch die die deutschen Sparer tagtäglich enteignet werden, sondern er kritisiert die Deutschen auch noch dafür, dass sie sich nicht verschulden, um Wohneigentum zu erwerben. Damit empfiehlt der Portugiese ausgerechnet die verhängnisvolle Schuldenpolitik, mit der die Südländer den Euro in die Krise gestürzt haben – mit der Folge, dass die Steuerzahler in Deutschland nun ungefragt für Rettungspakete im Umfang von hunderten Milliarden bürgen müssen.

Der EZB-Vize zeigt damit auf erschreckende Weise, dass diejenigen, die für die Eurokrise verantwortlich sind, nichts aus dem Desaster gelernt haben. Die Gemeinschaftswährung in einem heterogenen Wirtschaftsgebiet und mit Ländern mit unterschiedlichen Finanzkulturen war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Für Deutschland muss daher das Ziel sein, den Euro möglichst schnell abzuwickeln.“