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Herr Schulz sollte bei der Empörung über hohe Bonuszahlungen an Deutsche-Bank-Manager den Ball flach halten. Die Bürger haben noch nicht vergessen, dass vor gerade mal einem Jahr die ehemalige SPD-Ministerin Christine Hohmann-Dennhardt nach nur 13 Monaten als Ethik-Vorstand beim Volkswagen-Konzern eine Abfindung von mehr als 12 Millionen Euro nebst üppiger Pension kassiert habe – mit Zustimmung weiterer SPD-Mitglieder im Aufsichtsrat. Von Herrn Schulz war damals wenig zu hören!

Schulz‘ Behauptung, die hohen Deutschbanker-Boni schadeten „unserer Solidargemeinschaft“, ist ein demagogisches Ablenkungsmanöver. Millionen-Boni trotz hoher Verluste sind zwar unanständig, schaden aber vor allem der Bank und ihren Aktionären. Schaden für die Solidargemeinschaft entsteht, wenn Politiker verantwortungslos mit dem Geld der Bürger umgehen, sich Posten zuschieben und auf Kosten der Steuerzahler bereichern.

Auch da kann Martin Schulz bei den eigenen Genossen schnell fündig werden: Im neuesten „Spiegel“ kann der SPD-Chef nachlesen, wie sich die vermeintlich ehrenamtliche „Internetbotschafterin“ Gesche Joost von der Bundesregierung ordentlich bezahlen ließ und ihre Position noch clever nutzte, um eigene Geschäfte voranzubringen.

Von seinen eigenen fürstlichen Bezügen als EU-Parlamentspräsident, sechsstellige steuerfreie Tagegelder im Jahr inbegriffen, ganz zu schweigen: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“

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